Bodenwertgrundsteuer


Bodenwertgrundsteuer ab 2025

 

Die Baden-Württembergische Landesregierung hat den Entwurf eines Landesgrundsteuergesetzes auf den Weg gebracht. Dieser sieht eine modifizierte Bodenwertsteuer vor. Damit ist Baden-Württemberg das erste Bundesland, das ein vom Bundesgesetz abweichendes Landessteuergesetz in die parlamentarische Beratung einbringt.

 

Für die Grundsteuer B (bebaute und unbebaute Grundstücke) soll eine Bewertung nach dem Prinzip der sogenannten Bodenwertsteuer erfolgen. Für die Bewertung werden die Grundstücksgröße und der Bodenrichtwert benötigt (Grundsteuer = Grundstücksfläche x Bodenrichtwert).

Die Bodenrichtwerte werden von den Gutachterausschüssen vor Ort ermittelt.

Bei der Grundsteuer B beträgt für die Grundstücke die Steuermesszahl 1,30 Promille des Grundsteuerwertes. Die Steuer ermäßigt sich um 30 Prozent auf 0,91 Promille, wenn das Grundstück überwiegend Wohnzwecken dient. Dabei wird die Wohn- und Nutzfläche berücksichtigt. Grundstücke, auf denen sich 1-Fam.-, 2-Fam.- oder Mehrfamilienhäuser befinden sollen im neuen Recht grundsätzlich in den Genuss der Ermäßigung kommen. Gleiches soll für Wohnungseigentum gelten. Ebenso ist eine Privilegierung für sozialer Wohnungsbau und Kulturdenkmäler vorgesehen.

Die genaue Höhe der jeweiligen Grundsteuer wird aber durch die Kommune vor Ort mit entsprechenden Hebesätzen festgelegt.

Um eine Neubewertung rechtzeitig bis zur Geltung des Gesetzes ab 2025 abzuschließen, wird der Hauptfeststellungszeitpunkt für die Wertverhältnisse auf den 01. Januar 2022 festgelegt. Im Laufe des Jahres werden die Eigentümer aufgefordert, eine Erklärung für ihren Grundbesitz bei den Finanzämtern in Baden-Württemberg digital einzureichen. Diese führen dann die Bewertung durch und legen die Steuermesszahl fest. Beides wird dann als Bescheid mitgeteilt. Die eigentliche Erhebung der Steuer erfolgt dann durch die Kommunen vor Ort, in denen sich der Grundbesitz befindet.